10 Tipps für deine Abschlussarbeit

Wer kennt es nicht: Statt endlich mit der Abschlussarbeit anzufangen, schauen wir eine Folge unserer Lieblingsserie nach der anderen, machen so viel Sport wie noch nie zuvor oder widmen uns als absolute Putzmuffel plötzlich dem Haushalt.

Heute habe ich zehn Tipps für dich, wie du deine Abschlussarbeit erfolgreich abschließt:

1. Rechtzeitige Planung und Vorbereitung
Wie bei allem anderen auch, sparst du dir auch bei deiner Abschlussarbeit viel Stress und Ärger, wenn du rechtzeitig mit der Planung und Vorbereitung beginnst. Überlege dir schon während der letzten Semester welches Thema sich für deine Abschlussarbeit eignen könnte. Bist du in deinen bisherigen Veranstaltungen auf ein spannendes Problem/eine Fragestellung gestoßen, zu der es noch keine (Teil-)Lösung gibt? Im besten Fall kannst du relevante Informationen aus Lehrveranstaltungen oder einzelnen Sekundärliteraturen, die du ohnehin während des Studiums durcharbeitest, schon in einem Notizbuch oder bei evernote etc. festhalten und dir damit den Einstieg erleichtern.

Plane außerdem rechtzeitig, wann du mit der arbeitsintensiven Phase beginnst. Gibt es Voraussetzungen für deine Arbeit, die du erledigen musst, bevor du loslegen kannst? Bist du in den Semesterferien für ein paar Tage im Urlaub oder planst du deine Familie zu besuchen? Kein Problem. Dann planst du all das einfach ein und setzt den Arbeitsbeginn entsprechend früher an. Wichtig ist nur, dass du einen Überblick behältst. Plane grundsätzlich lieber ein paar Tage Puffer ein, so dass du nicht in zeitliche Bedrängnis kommst.

2. Konkretere Planung und Voraussetzungen schaffen
Ist der geplante Beginn der arbeitsintensiven Phase gekommen, schaue dir deine bisherige Planung noch einmal an und überlege, wie du am besten vorgehst und wie du dir einzelne Bereiche einteilst. Welche Notizen hast du dir bereits gemacht und wie kannst du darauf aufbauen? Wichtig ist, dass du dir auch Pausen zugestehst. Niemand kann an sieben Tagen die Woche für jeweils zehn Stunden durcharbeiten. Auch werden dich diese Mammuttage so sehr abschrecken, dass du dann wieder geneigt bist, die unliebsame Aufgabe noch ein wenig aufzuschieben.

Mache dich mit den Konventionen deines Lehrstuhls vertraut. Lade dir das Stylesheet deines Lehrstuhls zum richtigen Zitieren in wissenschaftlichen Arbeiten herunter und versuche herauszufinden, worauf dein Prüfer Wert legt. Frage ihn entweder in einem Termin direkt oder unterhalte dich mit Kommilitonen, die bereits eine Arbeit bei ihm geschrieben haben. So kannst du unnötige Fehler vermeiden.

3. Ordnung schaffen und Ablenkung vermeiden
Sorge dafür, dass du an einem geordneten Arbeitsplatz schreibst. Für mich war die Unibibliothek immer der beste Ort. Dort lauern nicht so viele Ablenkungen wie zuhause und du schaffst automatisch eine klare Abgrenzung zur Freizeit. Wenn du aber lieber in einer vertrauten Umgebung arbeitest, in der du auf dein eigenes Ablagesystem zugreifen kannst etc., ist das natürlich auch vollkommen in Ordnung. Versuche herauszufinden, wo und unter welchen Voraussetzungen du am produktivsten sein kannst.

4. Früh anfangen und das Wichtigste zuerst erledigen
Motiviert setzt du dich an deinen Arbeitsplatz oder in die Unibibliothek und willst gleich anfangen. Vorher interessieren dich aber noch kurz die Fußballergebnisse oder, was in der Welt gerade so passiert. Du willst dich eigentlich nur kurz auf den neuesten Stand bringen und schon sind ein paar Stunden vergangen, ohne dass du eine Zeile geschrieben hast. Das ist mir leider am Anfang oft passiert und aus Frust, dass ich mich wieder nicht disziplinieren konnte, habe ich schnell den Tag für verloren erklärt und gar nicht mehr richtig angefangen. Um das zu vermeiden, nutze die Motivation am Morgen und erledige schnell die wichtigsten Dinge zuerst. Am leichtesten fällt dir das, wenn du schon am Vortag die nächsten Schritte stichpunktartig geplant hast und direkt daran anknüpfen kannst. Aber auch, wenn dir eine solche Richtlinie fehlt, ist es meistens am besten einfach anzufangen. Die nächsten Schritte ergeben sich meistens wie von selbst.

5. Pausen gönnen
Hast du das Wichtigste erledigt und eine gute Basis für einen produktiven Tag geschaffen, verabrede dich vielleicht mit einer Freundin zum Mittagessen in der Mensa. Lief es sogar so gut, dass du eigentlich schon dein Tagespensum erledigt hast, dann halte für die nächsten Tage schon stichpunktartig die weiteren Schritte fest und gönne dir einen freien Nachmittag mit Freunden oder beim Sport.

6. Zwischendurch durchatmen
Der Schreibfluss kommt zwischendurch ins Stocken, du hast eine Sekundärliteratur genau zu der These gefunden, die du gerade selbst aufgestellt hast und irgendwie kommst du einfach nicht weiter? Mach dir Notizen, wie du das Problem lösen könntest und versuche dann den Kopf freizubekommen. Gehe kurz eine Runde um das Unigelände, verabrede dich mit Kommilitonen oder hole dir ein Eis. Meistens verliert das Problem mit etwas Abstand schnell an Dramatik oder dir fällt sogar eine Lösung ein. Wenn du nach der Rückkehr an deinen Arbeitsplatz immer noch nicht weiterkommst, zögere nicht, dir Hilfe zu holen. Frage Kommilitonen, wie sie in ähnlichen Situationen vorgegangen sind oder vereinbare einen Termin mit deinem Prüfer.

7. Überblick behalten
Bei der umfangreichen Sekundärliteratur und deinen vielen Ideen, kann es schnell passieren, dass du den roten Faden verlierst und dich in einem Nebenthema verrennst. Halte spätestens am Ende deines Arbeitstages inne und überlege, ob du nicht doch die Spur ein wenig verlassen hast. Nicht jede Sekundärliteratur kann berücksichtigt werden und sollte dir am Ende noch eine bahnbrechende Idee kommen, die aus der bisherigen Arbeit resultiert, dann kannst du auch in einem Ausblick darauf hinweisen und so den Weg für die weitere Forschung zum Thema ebnen. Gegebenenfalls kannst du sogar mit einer Doktorarbeit daran anknüpfen.

8. Auf die eigene Arbeit konzentrieren
Ein Kommilitone schreibt an einem ähnlichen Thema wie du, ist schon viel weiter gekommen und hat auch schon in Anthologien veröffentlicht? Du hast das Gefühl, nie etwas gleichwertiges zustande zu kriegen? Es kann hilfreich sein, erfahrenere Kommilitonen um Tipps zu bitten und sich ein gutes Beispiel an deren Disziplin zu nehmen. Deine ach so erfolgreichen Kommilitonen kochen aber alle auch nur mit Wasser und bewundern vielleicht gerade dich um deine lockere und innovative Herangehensweise, während sie sich alles hart erarbeiten müssen. Versuche dich auf deine eigene Arbeit zu konzentrieren und bestmögliche Leistung zu bringen, ohne zu viel nach links und rechts zu schauen.

9. Zum Ende kommen
Wenn ich lange an einem Thema gearbeitet habe, fiel es mir oft schwer, die Arbeit endlich zu einem Abschluss zu bringen. Man könnte auf so vieles noch genauer eingehen und noch weitere Sekundärliteraturen berücksichtigen. Irgendwann muss aber auch Schluss sein. In manchen Fachbereichen wird die Arbeit nie vollständig zu Ende gedacht sein. Die zukünftige Forschung wird an deine Thesen anknüpfen und das Thema weiter voranbringen. Versuche zufrieden mit dem Stand deiner Arbeit zu sein und zum Ende zu kommen.

10. Überarbeitung
Ist die Arbeit inhaltlich abgeschlossen, geht es an die Überarbeitung. Unterschätze diesen letzten Schritt nicht. Erfahrungsgemäß kann er gerne noch einmal einige Tage in Anspruch nehmen. Achte darauf, dass die Einleitung sinnvoll gewählt ist und gut an dein Thema heranführt, die einzelnen Kapitel schlüssig aufgebaut sind und du im Schluss alle relevanten Punkte wieder aufgreifst und daraus ein Fazit ziehst. Prüfe auch, ob dir Flüchtigkeitsfehler unterlaufen sind. Es kann hilfreich sein, ein Korrektorat in Auftrag zu geben. Nach wochenlanger Arbeit wird man oft blind für den eigenen Text und übersieht offensichtliche Fehler. Ich helfe dir gerne weiter. Hier kommst du zu den Leistungen, die ich dir anbieten kann. Zuletzt achte darauf, dass du die Konventionen deines Lehrstuhls eingehalten hast und überprüfe sämtliche Zitate auf Einheitlichkeit.

Bist du mit deiner Arbeit zufrieden, so gebe sie in einem Copy Shop zum Binden – erkundige dich am besten vorher, in welcher Form du sie an deinem Lehrstuhl abgeben solltest – und reiche sie ein. Zelebriere die Abgabe und erhole dich ausgiebig von den Strapazen. Du kannst stolz auf dich sein!

Viel Erfolg mit deiner Arbeit und alles Gute!

Dein Texthelpdesk

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